Bundesverbandes Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V.: Erzählcafé mit Markus Reinhardt und Krystiane Vajda

Der Violinist Markus Reinhardt stammt aus einer Kölner Sinti-Familie. 1940 wurden seine Großeltern Karl Josef und Katharina Reinhardt mit ihren 12 Kindern und weiteren Familienangehörigen von Köln-Deutz in das besetzte Polen deportiert. Von dort wurde die Familie in verschiedene Lager verschleppt, später auch nach Auschwitz. Bei der Ankunft in Auschwitz schwor Karl Josef Reinhardt seine Familie auf das Überleben ein: „Wer es schafft, hier lebend rauszukommen, der trifft sich in Köln wieder!“ Karl Josef Reinhardt und seine Frau überlebten, doch sechs ihrer Kinder wurden im Lager ermordet. Zu den Überlebenden gehört auch Markus Reinhardts Vater, der die Hölle von Auschwitz als 11-jähriger Junge überstand. Nach dem Krieg kehrten die Überlebenden – wie vereinbart – an den Ort in Köln Bickendorf zurück, von dem aus sie deportiert worden waren. Markus Reinhardt wurde dort 1958 geboren. Gemeinsam mit seiner Frau Krystiane Vajda führte er Interviews mit noch lebenden Familienangehörigen. In den eindringlichen Gesprächen berichten sie erstmals von den Verbrechen in den Lagern – von Gewalt, Hunger und medizinischen Versuchen. Erinnerungen, die die Menschen ein Leben lang begleiteten. Das Kölner Erzählcafé findet mehrmals im Jahr statt und steht Schulklassen, Jugendgruppen und anderen Interessierten offen.

Bei Interesse an einer Teilnahme bittet der Bundesverband um eine kurze Voranmeldung unter 0221-179294-0 bzw. rex@nsberatung.de 

Datum

Do. 08 Okt. 2026

Uhrzeit

15:00 - 16:00

Preis

kostenlos

Standort

Scheune

Veranstalter

BUNDESVERBAND INFORMATION & BERATUNG FÜR NS-VERFOLGTE e.V.
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